Pinneberg / Neuendeich - Betrug durch falsche Bankmitarbeiter

Bad Segeberg (ots) - Am Montagmorgen, den 13.06.2022, ist es in Pinneberg zu einem Betrug durch eine falsche Bankmitarbeiterin gekommen. Am frühen Morgen versuchte ein 43-jähriger Pinneberger sich im Onlinebanking seiner Bank anzumelden. Allerdings erschien hierbei eine Fehlermeldung und der Geschädigte wurde aufgefordert, den Zugang mit einer Push-Tan freizuschalten. Der 43-Jährige schloss den Browser und machte sich auf den Weg zu Arbeit. Kurz darauf erhielt der Pinneberger einen Anruf einer angeblichen Bankmitarbeiterin. Die angezeigte Nummer stimmte mit der tatsächlichen Nummer der Bank mit Sitz in Neumünster überein. Die Frau rufe im Auftrag des für den 43-Jährigen zuständigen Bankberaters an, dessen Namen sie benennen konnte und gab vor, den Pinneberger bei der Bestätigung seines Onlinebanking-Zugangs behilflich sein zu wollen. Die Betrügerin trat sehr routiniert und seriös auf und erschlich sich mit Detailwissen das Vertrauen des Geschädigten, der nach Aufforderung einen Vorgang per Push-Tan-App freigab. Kurz nach der Freigabe stellte der Pinneberger eine Überweisung von seinem Konto über knapp 3.000 Euro fest und erstattete Strafanzeige bei der Polizei. Am selben Tag war es bereits in Bad Segeberg zu einem ganz ähnlichen Vorfall gekommen, bei dem die Betrügerin knapp 20.000 Euro erbeuteten: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/19027/5249206 In beiden Fällen gaukelte die Betrügerin durch eine vermutlich gefälschte Rufnummer, umfangreiches Detailwissen und ihr seriöses Auftreten ihre Echtheit vor und erschlich sich das Vertrauen der Geschädigten. Erst gestern wurde eine weitere Tat aus Neuendeich angezeigt, die sich bereits am 08. Juni 2022 ereignet hatte. Hier hatte sich der vermeintliche Mitarbeiter der Hausbank einer 60-Jährigen telefonisch bei der Seniorin gemeldet, um ihr die Einrichtung von Apple-Pay zu empfehlen. Auch hier wurde die Rufnummer der echten Bankfiliale am Telefon angezeigt. Die Geschädigte ging auf das Angebot ein und gab im weiteren Verlauf eine Transaktionsnummer (TAN) an den Betrüger heraus, so dass es in der Folge zu mehreren Überweisungen von ihrem Konto kam, die sich in der Summe auf über 6.000 Euro beliefen. Die Kriminalpolizei Pinneberg hat in beiden Fällen die Ermittlungen übernommen und prüft Parallelen auch zu dem Bad Segeberger Fall. Tipps für Ihre Sicherheit Tipps der Polizei zur Masche "falsche Bankmitarbeiter" - Bankmitarbeiter werden niemals persönliche- oder Kontodaten am Telefon erfragen und erst recht nicht nach der persönlichen Geheimzahl (PIN) oder nach der Transaktionsnummer (TAN) verlangen. - Ebenso wird niemals die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen verlangt. - Behauptungen wie: "Jemand hat Zugriff auf Ihr Konto oder das Geld sei bei der Bank nicht mehr sicher, es muss zuhause aufbewahrt oder in ein Schließfach gelegt werden oder Überweisungen müssen gesperrt werden", stimmen nicht! - Lassen Sie sich nicht zeitlich unter Druck setzen (...sonst ist das Geld verloren..., o.ä.) -Bankmitarbeiter werden sie niemals am Telefon auffordern, Onlineüberweisungen oder Bargeld-Transaktionen vorzunehmen (z.B. zu Testzwecken oder weil das eigentliche Konto "gehackt" wurde und das Geld nun umverteilt werden muss o.ä.) - Vergewissern Sie sich im Zweifel bei Ihrer Bank, ob ein Anruf tatsächlich von dort kommt. Wählen Sie bei einem Rückruf nur die Ihnen bekannte Telefonnummer der Bank (keine Rückruffunktion). - Sprechen Sie mit Familienangehörigen oder anderen Vertrauenspersonen über solche ungewöhnlichen Situationen und holen Sie sich Rat. - Geben Sie auf keinen Fall private Daten z.B. Bankkontodaten, Kreditkartendaten, TAN-Nummern oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal) heraus. - Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und melden Sie solche Vorfälle bei Ihrer Bank Die Polizei ruft insbesondere ältere Menschen dazu auf, bei derartigen Anrufen hellhörig zu werden und umgehend die Polizei zu informieren. Darüber hinaus rät die Polizei jüngeren Familienangehörigen, ihre lebensälteren Verwandten und Bekannten für das Thema zu sensibilisieren. Zudem können sich besorgte Bürger bei bestehender Unsicherheit im Umgang mit derartigen Anrufen an jede örtliche Polizeidienststelle oder gleichermaßen an das Sachgebiet Prävention der Polizeidirektion Bad Segeberg wenden (Pinneberg: 04101-2020, Bad Segeberg: 04551 884-0). Dort erhalten vermeintliche Opfer, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter örtlicher Geldinstitute, entsprechende Hinweise. Wertvolle Sicherheitstipps für Senioren sind dem Bereich der Prävention der Homepage der Landespolizei Schleswig-Holstein unter https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/POLIZEI/Praevention/Senioren/_artikel/sicherheitstipps_artikel.html sowie der Internetpräsenz der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter https://www.polizei-beratung.de unmittelbar zu entnehmen. Rückfragen bitte an: Polizeidirektion Bad Segeberg - Pressestelle - Dorfstr. 16-18 23795 Bad Segeberg Lars Brockmann Telefon: 04551-884-2022 Handy: 0151-11717416 E-Mail: pressestelle.badsegeberg@polizei.landsh.de Original-Content von: Polizeidirektion Bad Segeberg, übermittelt durch news aktuell

Quelle: Presseportal